👋, liebe Cruncher!
Arbeitet ihr zufällig im Consulting? Dann kennt ihr das Spiel: Excel-Tabellen pflegen, Daten aus PDFs in PPT-Decks überführen, Meeting-Notizen in saubere Dokumente verwandeln.
Aber, Achtung: Anthropic hat jetzt Claude Cowork vorgestellt – einen KI-Agenten, der genau das übernimmt. Kurz: Er macht den Job, für den Beratungen bisher ihre Juniors bezahlt haben.
Die gute Nachricht? Ihr müsst nicht mehr um 23 Uhr Folien formatieren. Die noch bessere? Ihr könnt dann bald auch bis 11 Uhr ausschlafen, bevor ihr zum Arbeitsamt-Termin müsst.
Mehr dazu, wie KI gerade die Consulting-Branche auf den Kopf stellt, lest ihr 👇

Sina Schnepper, Associate Editor aicrunch ([email protected])
Before The Bell
Top Story: Von Case-Crackern zu Prompt-Hackern – McKinsey baut Recruiting um 🔀

Der McKinsey-Eingang: Wer hier rein will, muss erst an dem KI-Chatbot Lilli vorbei (Foto: IMAGO / ZUMA Press Wire)
Was ist passiert: McKinsey macht Ernst mit KI im Recruiting und testet Graduate-Kandidaten jetzt daran, wie gut sie den firmeneigenen KI-Chatbot Lilli bedienen können 🤖
AI-Q Test: In einem Pilotprogramm müssen Bewerber den KI-Assistenten nutzen, um Case Studies zu analysieren
Bewertet: Wird nicht nur die Antwort, sondern wie gut sie prompten, Ergebnisse hinterfragen und in den Kundenkontext einordnen
Die Details: McKinsey will in den nächsten 2 Jahren Tausende Stellen kürzen – AI macht's möglich
McKinsey 101: Die Beratung gilt seit Jahrzehnten als Kaderschmiede für CEOs (just to name a few: u.a. Alphabet-Chef Sundar Pichai, Citi-CEO Jane Fraser, Allianz-Chef Oliver Bäte) und rekrutiert jährlich tausende Absolventen über notorisch harte Case-Interviews
Von Plato zu Paychecks: CEO Bob Sternfels sagt offen, dass McKinsey künftig Kandidaten mit Geisteswissenschaften bevorzugt – weil AI die Spreadsheet-Arbeit übernimmt und neue Ideen von Menschen kommen (zumindest noch)
Bot to the Top: Sternfels verkündete im Januar, dass McKinsey neben 40.000 Mitarbeitern bereits 20.000 AI-Agents im Einsatz hat – Ziel sei, das auf einen Agent pro Mitarbeiter innerhalb der nächsten 18 Monaten zu skalieren 🦿
Consulting Cancelled? Für Tausende Ivy-League-Absolventen wird der klassische Einstieg damit wegautomatisiert – das Versprechen "2 Jahre McKinsey = Karriere-Turbo" funktioniert nur noch, wenn man AI beherrscht statt von ihr ersetzt zu werden
Warum das wichtig ist: Weil das klassische Beratungsmodell (think: wenige Senior Partner, viele Juniors) durch KI unter Druck gerät – denn wenn Claude Cowork und ähnliche Tools die Routinearbeit übernehmen, braucht es weniger Absolventen mit Excel-Skills und mehr Leute, die wirklich originell denken
👉 3 Fragen: Treiben uns an der Schnittstelle von menschlicher und künstlicher Intelligenz in White-Collar-Dienstleistungsberufen vor allem um – nehmt sie gern mit in euren Morning Jour Fixe, damit alle ein bisschen aufwachen
1️⃣ Was macht die KI-Revolution mit der Zahlungsbereitschaft der Kunden? Sie werden kaum noch bereit sein, hohe Stundensätze zahlen, wenn in diesen Stunden hauptsächlich die KI arbeitet
2️⃣ Wer wird in 10 Jahren eigentlich Partner, wenn es keine Juniors mehr gibt? Beratungen werden erfahrenere Consultants (think: Menschen mit Berufserfahrung) hiren müssen statt jahrelang auszusieben
3️⃣ Und was passiert eigentlich mit: Investment-Bankern (Claude for Financial Services und andere KI-Finanz-Tools are coming for you), Spitzenanwälten (Harvey is coming for you) und Wirtschaftsprüfern (Zeni is coming for you), …?
Further Reading: Financial Times, The Times, The Guardian
UNSER PARTNER: quirion.Ai
Fakten statt FOMO: So hilft quirion.Ai dir bei der Geldanlage

Was ist passiert: Immer mehr Menschen fragen KI-Tools nach Anlagetipps. Viele Antworten entstehen aus ungefilterten Web-Inhalten – inklusive aktueller Hypes. Das Ergebnis: mehr FOMO als fundierte Orientierung.
Worum es geht: quirion.Ai setzt genau hier an. Der KI-Finanzassistent basiert auf aktuellen Erkenntnissen der Finanzmarktforschung. Statt schnelle Tipps auszuspielen, stellt die KI Rückfragen, ordnet ein – und hilft so dabei, Anlageentscheidungen strukturiert zu durchdenken.
Warum das zählt: Weil quirion.Ai ein verlässlicher Sparringspartner für deine Geldanlage ist.
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Big Bets: Mannheimer KI-Magie – Osapiens Deutschlands erstes Unicorn 2026

Drei Gründer, ein Pokal – und das erste deutsche Start-up, das 2026 die Milliardenmarke knackt: Matthias Jungblut, Stefan Wawrzinek und Alberto Zamora von Osapiens (Foto: IMAGO / Berlinfoto)
Was ist passiert: Der Mannheimer ESG-Softwareanbieter Osapiens erreicht mit einer $100-Mio.-Series-C-Runde den Einhorn-Status – und wird damit das erste deutsche Unicorn 2026 🦄
Osapiens 101: Das Unternehmen bietet über seine Plattform Cloud- und KI-basierte Softwarelösungen an, die Unternehmen dabei helfen, transparent Lieferketten abzubilden und internationale ESG-Berichtspflichten einzuhalten – zu den +2.400 Kunden zählen Otto, Edeka, C&A und Coca-Cola $KO ( ▼ 1.34% )
Fast Funding: Nur zwei Wochen nach Jahresstart erreicht Osapiens die Milliardenbewertung – in 2025 waren mit Quantum Systems (militärische Drohnen) und Parloa (AI-Callcenter-Software) die ersten KI-Unicorns erst bis Mai entstanden
Who’s Who? Die Finanzierungsrunde wird von Decarbonization Partners angeführt (think: einem Joint Venture der US-Investmentriesen Blackrock $BLK ( ▲ 5.94% ) und Temasek) – zwei der weltweit größten Finanzinvestoren steigen damit bei einem deutschen ESG-Startup ein
Warum das wichtig ist: Weil Osapiens vom gleichen Shift wie McKinsey profitiert – AI übernimmt die Datenarbeit und Software wird billiger als Headcount in der Nachhaltigkeitsabteilung
KI statt Klimabericht: Osapiens zeigt, dass deutsche KI-Firmen sehr wohl signifikante Investitionen anziehen können – vor allem, wenn sie sich nicht als ESG-Compliance-Kiste, sondern als Kostensenkungs-Plattform verkaufen
Further Reading: Handelsblatt, Trending Topics
Top Reads
🧠 Der IWF drängt Regierungen, Arbeitnehmer besser gegen AI-bedingte Job-Verluste abzusichern – eine Analyse von Millionen Jobpostings in sechs Ländern zeigt: In Regionen mit höherer Nachfrage nach AI-Skills ist die Beschäftigung nach fünf Jahren 3,6 % niedriger als anderswo. Postings, die neue Skills verlangen, zahlen zwar 3-3,4 % mehr, aber reine AI-Jobs schaffen keine neuen Stellen, sondern ersetzen eher Entry-Level-Positionen. (Deep Dive)
💰 OpenAI sichert sich in einem mehrjährigen Deal mit Cerebras Systems $CBRS ( 0.0% ) Rechenleistung im Wert von über $10 Mrd. – genug für 750 Megawatt. Die Hardware soll schnellere Antwortzeiten ermöglichen und den rasanten Infrastruktur-Ausbau der KI-Firma stützen. (Deep Dive)
🤝 Die Vereinigten Arabischen Emirate sind der US-geführten Initiative Pax Silica beigetreten, die KI- und Halbleiter-Lieferketten sichern soll – ein zentraler Teil der Wirtschaftsstrategie der Trump-Administration. Die Gruppe umfasst bereits Australien, Großbritannien, Israel, Japan, Katar, Singapur und Südkorea, aber nicht Saudi-Arabien, das separat an einem bilateralen KI-Deal mit den USA arbeitet. (Deep Dive)
🤖 Bosch und Neura Robotics sammeln ab sofort in Bosch-Fabriken Daten für humanoide Roboter – und zwar mithilfe von Sensoranzügen, die Mitarbeiter bei der Arbeit tragen. Ziel ist es, echte Bewegungs- und Produktionsdaten zu gewinnen, um KI-Software für die Maschinen zu entwickeln – Neura hat bereits einen Auftragsbestand von €1 Mrd. und will mit Boschs 300 Werken weltweit in die "Poleposition" kommen. (Deep Dive)
🏠 Airbnb $ABNB ( ▼ 0.14% ) holt sich Ahmad Al-Dahle als neuen CTO ins Haus – er hat bei Meta $META ( ▲ 0.86% ) zuletzt generative KI geleitet und das Team hinter den Llama-Modellen geführt. Al-Dahle soll jetzt die Engineering- und Data-Science-Teams übernehmen und mehr KI sowie Personalisierung in den Buchungsprozess bringen. (Deep Dive)
💉 AstraZeneca $AZN ( ▼ 2.44% ) übernimmt das US-Start-up Modella AI – laut eigenen Angaben die erste Übernahme eines KI-Unternehmens durch einen großen Pharmakonzern. Die Technologie soll die Analyse von Gewebeproben und die Suche nach Biomarkern für Krebstherapien beschleunigen, finanzielle Details wurden nicht genannt. (Deep Dive)
Headlines
Google: Startet "Personal Intelligence" für Gemini-Nutzer (Deep Dive)
Allianz: Cyberangriffe + KI dominieren globale Risikowahrnehmung (Deep Dive)
Hubig (SPD): Fordert schärfere Strafen für KI-Deepfakes (Deep Dive)
Depthfirst: Sammelt $40 Mio. für KI-Security-Plattform (Deep Dive)
Skild AI: Robotik-Startup hat $1,4 Mrd. bei einer Bewertung von +$14 Mrd. eingesammelt(Deep Dive)
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Job Board
📌 Rocket Internet: Venture Capital Internship, Berlin
📌 N26: Head of Growth, Berlin
📌 NEURA Robotics: Junior Manager M&A, Metzingen
📌 Aurelius: Investment Associate Buy & Build, München
📌 Bosch: Venture Capital Internship, Stuttgart
📌 Urban Sports Club: Senior AI Creative Expert, Berlin
📌 n8n: Customer Success Manager, remote (EMEA)
📌 OACE: Junior Finance Manager, Köln
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