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#58: Microsofts schlechtes KI-Gewissen, Instas neue KI-Features

🎓, liebe Cruncher!

Dieses Research Paper ist komplett KI-generiert – hat aber den Peer-Review-Prozess im Vorfeld einer renommierten KI-Konferenz bestanden und wäre folglich publiziert worden.

Die Menschen hinter der KI, das Team des japanischen KI-Startups Sakana, zogen das Papier dann aber zurück – aus ethischen Bedenken.

Montags-Preisfrage: Welche Doktorarbeit beginnt mit diesem Satz und hat – wenn auch von einem Menschen geschrieben – ebenfalls für allerlei ethische Bedenken gesorgt? (Auflösung 👇)

„Europa und die USA. Mancher Blick nach innen wie über den Atlantik trägt dieser Tage den Schimmer der Ernüchterung in sich. Manche kleine wie epochale Erschütterung führt mittlerweile zur Systemfrage. Und manche Tradition weicht der Nostalgie.“

Before The Bell

*Stand: Vortag, 22 Uhr – was diese Zahlen bedeuten 📊

Big Tech: Zahlt Microsoft bald "Daten-Dividende" für KI-Trainingsdaten?

Schlechtes Gewissen? Microsoft-CEO Satya Nadella (Foto: IMAGO)

Was ist passiert? Microsoft will zukünftig besser verstehen, welche Trainingsdaten zu bestimmten KI-Outputs geführt haben – zumindest sucht der Tech-Konzern vermehrt nach Leuten, die dies quantifizieren sollen

  • Mit dem Ziel: Künftig Urheber:innen von Daten zu identifizieren, anzuerkennen oder sogar zu vergüten

Die Details: Das Forschungsvorhaben soll zeigen, dass neuronale Netze so trainiert werden können, dass der Einfluss bestimmter Texte oder Bilder auf generierte Ausgaben nachverfolgbar ist

  • Mit dabei: Microsoft-Vordenker Jaron Lanier, bekannt für das Konzept „Data Dignity“ – er fordert: Menschen sollen für ihren Beitrag zu KI-Ergebnissen sichtbar gemacht und bezahlt werden

  • Industriekontext: Microsoft und andere Tech-Konzerne stehen unter Druck – weil sie ihre KI-Tools teils mit urheberrechtlich geschütztem Material gefüttert haben

  • Beispiele: Die Klage der New York Times gegen OpenAI wegen Urheberrechtsverletzungen, Sammelklagen von Entwickler:innen gegen GitHub Copilot

  • Die Konkurrenz schläft nicht: Startups wie Bria oder große Plattformen wie Adobe und Shutterstock arbeiten bereits an Ansätzen zur Vergütung von Datenbeiträgen – bislang jedoch ohne Transparenz bei der Auszahlung

Warum das wichtig ist: Weil Microsoft als erster Big-Tech-Konzern ernsthaft versucht, ein Thema anzugehen, das die KI-Branche bisher ignoriert hat: Nämlich, dass ihre Modelle auf fremdem geistigem Eigentum beruhen – und die Urheber:innen bisher leer ausgehen

  • Folgefragen: Sollten KI-Modelle künftig nachverfolgen können, welche Inhalte zu welchem Ergebnis geführt haben, stellt sich die Frage: Was ist die Ursprungs-Idee eigentlich wert?

  • Genauso spannend: Will Microsoft mit dem nun geplanten Forschungsvorhaben ethische Standards setzen – oder nur regulatorischem Druck vorbeugen?

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Big Bets: Insta testet KI-generierte Kommentare – Social Media bald vollautomatisiert?

Implementiert immer mehr KI-Features – Instagram-CEO Adam Mosseri (Foto: IMAGO)

Was ist passiert? Meta experimentiert auf Instagram mit einem neuen Feature, das Usern mithilfe von Meta AI Vorschläge für Kommentare zu Beiträgen liefert – etwa: „Cozy atmosphere!“ oder „Great photo shoot location!“

  • Zoom Out: Das Prinzip „User-generated Content“ war einst das Herzstück sozialer Netzwerke – jetzt droht es, durch „AI-generated Everything“ ersetzt zu werden

Die Details: Erste Nutzer sehen beim Kommentarfeld ein Stift-Icon, das Meta AI aktiviert. Die KI analysiert das Foto und schlägt automatisch drei passende Kommentare vor – per Klick lassen sich weitere generieren

  • „Write with Meta AI“: Das Feature wurde zuerst von Social-Media-Insider Jonah Manzano entdeckt. Meta hat den Test nun gegenüber TechCrunch bestätigt, äußert sich aber nicht zur breiteren Einführung

  • Nicht neu bei Meta: Bereits 2024 hatte der Konzern mit KI-generierten Kommentaren auf Facebook experimentiert – dort gab es Kritik wegen möglicher „Verwässerung“ menschlicher Kommunikation

  • Strategie mit System: Meta testet laut eigenen Angaben laufend neue Einsatzfelder für KI – auch in DMs, Gruppen oder der Feed-Gestaltung soll Meta AI künftig stärker eingebunden werden

  • TikTok macht’s vor: Die Plattform testet längst KI-generierte Creator-Profile, empfiehlt Videos basierend auf „emotionaler Resonanz“ – und zeigt, wie eine KI-gesteuerte Aufmerksamkeitsökonomie aussehen kann

Warum das wichtig ist: Weil wir live dabei zusehen, wie KI Social Media verändert – von einer Plattform menschlicher Interaktion zu einer algorithmisch kuratierten Parallelwelt, in der KI nicht nur Inhalte erstellt, sondern auch unsere Reaktionen darauf mitformt

  • AI-infested Feeds? Wenn Konzerne wie Meta, TikTok & Co. zunehmend generativen Content pushen – ob als Posts, Kommentare oder sogar Chat-Partner – verschwimmt die Grenze zwischen authentischer und synthetischer Interaktion

  • Trash oder Transformation? Was folgt, ist eine offene Frage: Wird Social Media zur Trash-Hölle voller generischer KI-Kommentare und gesichtsloser Inhalte? Oder zur hyperpersonalisierten Dopamin-Plattform, die unsere Bedürfnisse besser kennt als wir selbst – und uns nicht aufhören lässt zu scrollen?

Top Reads

🔍 Anthropic, das KI-Unternehmen hinter Claude, nutzt offenbar Brave Search für die Web-Suche des Chatbots. Dies zeigen Hinweise in der Dokumentation und den Suchparametern. Anthropic folgt damit dem Trend, externe Suchindizes für KI-Chatbots zu verwenden, ähnlich wie Mistral mit Le Chat. (Deep Dive)

📈 Perplexity, die KI-Suchmaschine, verhandelt laut Insidern über eine Finanzspritze von bis zu $1 Mrd. bei einer $18-Mrd.-Bewertung. Der Jahresumsatz soll $100 Mio. erreichen. Perplexitys Wert hat sich seit April 2024 ver-18-facht. Grund: Perplexity positioniert sich zunehmend als Google-Alternative – und expandiert mit Browser 'Comet' und sowie einer Suchmaschine für “Enterprise Search”. (Deep Dive)

🤖 Figure AI, das US-Robotik-Start-up, treibt die Massenproduktion humanoider Roboter voran. In seiner neuen BotQ-Fabrik will das Unternehmen jährlich 12.000 „Figure 03"-Roboter herstellen. Durch Kontrolle des gesamten Prozesses und innovative Fertigungsmethoden senkt Figure AI die Kosten drastisch. Noch 2025 plant die Firma, eigene Roboter in der Produktion einzusetzen. (Deep Dive)

Headlines

  • Browser Use: Sammelt €17 Mio. für KI-Agenten-Tool zur Website-Navigation (Deep Dive)

  • DeepMind-CEO: Erwartet menschenähnliche KI in fünf bis zehn Jahren (Deep Dive)

  • Figure AI: Startet Massenproduktion humanoider Roboter in BotQ-Fabrik (Deep Dive)

  • Wayve: Setzt auf günstiges, Hardware-agnostisches KI-System für Autos (Deep Dive)

  • Wirtschafts-Akademie: Warnt vor verstärktem Einsatz von KI-Robotern in der Industrie (Deep Dive)

Tool Updates

  • OpenAI: Ermöglicht unbegrenzte Videoerstellung mit Sora für Plus-Nutzer (Deep Dive)

  • Claude: Anthropics KI-Chatbot erhält Web-Suchfunktionen (Deep Dive)

  • Mistral: Veröffentlicht Mistral Small 3.1 mit erweitertem Funktionsumfang (Deep Dive)

  • NotebookLM: Mindmaps direkt aus eigenen Wissensquellen erstellen (Deep Dive)

  • Patronus AI: Stellt “Judge-Image” zur Bewertung von KI-Systemen vor (Deep Dive)

  • SynCity: Erstellt 3D-Welten ohne Training (Deep Dive)

  • Visual Copilot: Figma-Designs mit KI erstellen (Deep Dive)

  • Aha: Dein KI-Team für Influencer-Marketing (Deep Dive)

  • Morphic Studio: Die KI-Zukunft des Storytellings? (Deep Dive) 

Job Board

🔥 Miles: Das Berliner Mobilitäts-Startup sucht eine:n (Senior) Vice President Marketing im Berliner Büro. Makes sense: In letzter Zeit war die Berichterstattung um Miles eher mau. Wir freuen uns natürlich als Silber-Kunden, wenn bald ein Cruncher bei Miles an zentraler Stelle sitzt.

📌 Adragos Pharma: Chief of Staff, München

📌 Seqos: Chief of Staff bei Portfolio Company, Augsburg

📌 Les Lunes: Head of Finance, München

📌 Arbio Group: M&A Associate, Berlin

📌 Project A: Chief of Staff bei Portfolio Company, Berlin

📌 HeyJobs: Senior Product Marketing Manager, Berlin

📌 ValTech: Executive Director Strategy, Köln, Düsseldorf, Hamburg

📌 NinjaOne: VP Sales EMEA, Berlin

📌 Project A: Head of Growth Marketing, Berlin

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👇 AUFLÖSUNG

Es handelt sich (natürlich!) um die Dissertation des früheren deutschen Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg, Verfassung und Verfassungsvertrag.

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