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#52: Google mit Roboter-Durchbruch, Snap mit neuen KI-Filtern
📚, liebe Cruncher!
Dass man via KI für basically €0,- Content generieren kann, macht ja bereits verschiedenste Medienhäuser nervös. Dass die KI-Schwemme aber nun ausgerechnet über die Gattung Kinderbuch hinwegrollt, können selbst wir nicht befürworten.
Also, liebe Kinder in der Audience: Lest stattdessen lieber „Die Brüder Löwenherz“ von Astrid Lindgren – das ist Qualitätsware, garantiert ohne KI.
Und, liebe Erwachsene in der Audience: Lest bald „Air“, das neue Buch von Christian Kracht – das wiederum auf „Die Brüder Löwenherz“ basiert.
Before The Bell

*Stand: Vortag, 22 Uhr – was diese Zahlen bedeuten 📊
Big Tech: Google-KI kann jetzt auch Roboter steuern

Roboter, die auf DeepMinds neuen KI-Systemen laufen, bei der Arbeit (Credits: DeepMind)
Was ist passiert? Google DeepMind hat zwei neue KI-Modelle vorgestellt, die Robotern mehr Geschicklichkeit und Anpassungsfähigkeit verleihen sollen
KI meets Real Life: Gemini Robotics und Gemini Robotics-ER basieren auf dem multimodalen Flaggschiff-Modell Gemini 2.0 und ermöglichen Maschinen, komplexe physische Aufgaben zu bewältigen
Die Details: DeepMind will mit Gemini Robotics die Barrieren zwischen virtueller und physischer KI durchbrechen
Roboter mit Fingerspitzengefühl: Die Modelle steuern Maschinen, die präzise Arbeiten wie Origami-Falten oder das Verstauen einer Brille in einem Etui ausführen können 👏
Versteht mehr, kann mehr: Gemini Robotics verbindet visuelle Wahrnehmung mit Sprachverständnis – Gemini Robotics selbst sorgt dafür, dass Gemini nicht nur Texte, Bilder und Videos produzieren, sondern auch Aktionen eines Roboters steuern kann; Robotics-ER erweitert u.a. das räumliche Denken von Gemini (ER = “embodied reasoning”, deutsch: “verkörperte Logik”)
Flexibel einsetzbar: DeepMind trainierte das Modell nicht nur für eine bestimmte Roboterplattform, sondern auf verschiedene Hardware-Typen, von Greifarmen bis zu humanoiden Robotern
Forschung im Blick: Neben den Hauptmodellen veröffentlicht DeepMind mit Asimov eine Benchmark zur Evaluierung der Sicherheitsrisiken autonomer Roboter (think: ein Testsystem, das potenzielle Fehler, gefährliche Aktionen und unvorhersehbare Verhaltensweisen analysiert)
Warum das wichtig ist: Google macht mit diesen Modellen einen großen Schritt in Richtung robuster, autonomer Robotik – ein Feld, in das OpenAI, Tesla und Boston Dynamics ebenfalls aggressiv investieren
Von Labor zu Realität: DeepMind will seine Modelle in Partnerschaft mit Apptronik und anderen Robotikunternehmen weiterentwickeln, um sie für reale Anwendungen fit zu machen
Getting Real: Sollten Maschinen sich tatsächlich via Robotics-ER und ähnlichen Systemen eigenständig in komplexen Umgebungen zurechtfinden – dann wäre das ein Gamechanger für Industrie, Logistik und Haushaltsrobotik, und (let’s face it) die Rüstungsindustrie
Further Reading: TechCrunch, The Verge, CNBC
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Big Bets: Snap setzt auf KI-Filter – und hofft, dass User dafür zahlen

Ob Waschbären das perfekte Testimonial sind? Beispiel-KI-Filter auf Snap (Credit: Snap)
Was ist passiert? Snapchat launcht erstmals KI-gestützte Videofilter (sog. “Lenses”), die auf einem Snap-eigenen generativen Modell basieren
Pay-to-Play: Die Features sind ab sofort für Platinum-Abonnenten ($15,99 / Monat) verfügbar
Die Details: Snap bringt generative KI direkt in seine Lenses-Funktion – ein Schritt, um sich in der hart umkämpften Social-Media-Welt weiter abzuheben
Von Füchsen & Blumen: Die ersten drei Linsen – „Raccoon“, „Fox“ und „Spring Flowers“ – generieren animierte Tiere oder einen Zoom-out-Effekt mit Blumenstrauß 💐
Jede Woche mehr: Snapchat plant, das KI-Angebot kontinuierlich zu erweitern – neue AI Video Lenses sollen wöchentlich dazukommen
Eigenentwicklung statt Big Tech: Bisher nutzte Snap KI-Modelle von OpenAI und Google, jetzt setzt das Unternehmen verstärkt auf die hauseigene KI
Warum das wichtig ist: Durch eigene Modelle spart Snap Lizenzkosten und kann KI-Features gezielter für seine Plattform optimieren
AR + KI = Wettbewerbsvorteil? Snap gilt als Pionier im Bereich AR-Linsen – mit generativer KI will das Unternehmen seine Führungsrolle gegen Instagram & TikTok verteidigen
Premium-Strategie: Die exklusiven KI-Features sind Teil der Monetarisierungsstrategie – Snap testet, wie viel Nutzer für High-End-KI-Erlebnisse zahlen würden
Konkurrenz-Check: Auch TikTok hat Anfang des Jahres eine Reihe KI-Features verfügbar gemacht – von KI-generierten Memes und Captions, über KI-Filter bis hin zu KI-kuratierten Gruppenbildern der engsten Kontakte
Further Reading: TechCrunch, The Verge, Snap Newsroom
Top Reads
🔄 Intel ernennt Halbleiter-Veteran Lip-Bu Tan zum neuen CEO. Er tritt die Nachfolge von Pat Gelsinger an, der nach turbulenten Jahren zurücktrat. Intel kämpfte mit Rückschlägen, verpassten Chancen und Massenentlassungen. Jetzt erhält der Chipriese $7,865 Mrd. staatliche Förderung für US-Halbleiterproduktion. Tans Kern-Herausforderung: Intel im KI-Boom neu zu positionieren. (Deep Dive)
🕵️ Anthropic-CEO Dario Amodei warnt vor Spionage bei US-KI-Firmen. Er vermutet, dass China versucht, wertvolle Algorithmus-Geheimnisse zu stehlen. Amodei fordert mehr Unterstützung von der US-Regierung zum Schutz der KI-Industrie – und empfiehlt eine Partnerschaft mit Geheimdiensten zur Verbesserung der Sicherheit in KI-Laboren. (Deep Dive)
🖥️ Das EuroHPC JU plant sechs neue KI-Fabriken für 2026, darunter die sog. Jupiter AI Factory (JAIF) am Forschungszentrum Jülich. Mit €55 Mio. Investition entsteht JARVIS, ein KI-Modul für JUPITER. Es ergänzt den Booster (24.000 Nvidia-GPUs) für KI-Training und fokussiert auf Inferenz. JAIF soll Forschung, Start-ups und Industrie in Bereichen wie Gesundheit und Klima Zugang zu KI-Rechenpower geben. (Deep Dive)
Headlines
US-Energiesektor: Erwartet 2025 M&A-Boom durch KI-getriebene Datenzentren (EC)
Britische Regierung: Plant KI-Einsatz für €45 Mrd. Einsparungen in der Verwaltung (ITB)
Singapur: Gewährt Kaution für mutmaßliche Nvidia-Chip-Schmuggler (TC)
Alibaba-Chef: KI kann Finanzanalysten-Aufgaben übernehmen (ITB)
Moonvalley: Startet neuen KI-Videogenerator – (angeblich) trainiert auf lizenzierten Inhalten (TC)
Tool Updates
Mistral OCR: Hebt KI-Dokumentenerkennung auf das nächste Level (MIS)
GamingAgent: KI-gesteuerte Gaming-Agenten für PC (GH)
VideoLlama: Erstellt binnen Minuten Videos aus Text (VL)
Cursor AI: Hilft Marketing-Teams, komplette Kampagnen zu automatisieren (LI)
Chaos Coder: Erstellt via KI in Sekunden Website (CC)
Job Board
🔥 Top Job: Das KI-Startup Cohere – wir berichteten im aicrunch – sucht ein:e Country Manager für Deutschland. Mit >$500 Mio. Funding bei $5,5-Mrd.-Bewertung zählt Cohere zu den Top-KI-Startups global. Location: Berlin oder Frankfurt.
📌 Pliant: Revenue Operations Manager, Berlin
📌 Speexx: Chief Financial Officer, Berlin
📌 Partscloud: Chief of Staff, Stuttgart / Berlin
📌 Delivery Hero, Senior Associate M&A, Berlin
📌 Enter: Senior Product Lead, Berlin
📌 Wolt: Product Lead, Berlin, Stockholm oder Helsinki
📌 Economist: Sales Director, New York
📌 Plug & Play: Business Development Intern, München
📌 Notion: Startup Programs EMEA, Remote in Deutschland
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