- AI Crunch
- Posts
- #51: Meta baut eigene KI-Chips, OpenAI baut neue KI-Agenten
#51: Meta baut eigene KI-Chips, OpenAI baut neue KI-Agenten
💾, liebe Cruncher!
Bis jetzt war die nordrhein-westfälische Kleinstadt Jülich eigentlich nur für obskure Karnevals-Bräuche bekannt (check this out) – jetzt aber soll das örtliche Forschungszentrum Zugang zu Europas künftig größtem Supercomputer Jupiter erhalten.
Jupiter wird der erste europäische Supercomputer der Exascale-Klasse sein. Das bedeutet, dass er eine Rechenleistung von mehr als einer Trillion Rechenoperationen pro Sekunde erreicht, damit zu den weltweit leistungsstärksten Superrechnern gehören wird – und vor allem für KI-Anwendungen eingesetzt werden kann.
Wir fragen: Jülicher, die ihr sonst Stoffpuppen in der Rur versenkt, um die bösen Geister zu vertreiben – seid ihr bereit für die Zukunft?
Before The Bell

*Stand: Vortag, 22 Uhr – was diese Zahlen bedeuten 📊
Big Tech: Meta will unabhängiger von NVIDIA werden – und testet eigene KI-Chips

Plant KI-Hardware-Autonomie – Meta-CEO Mark Zuckerberg (Foto: IMAGO)
Was ist passiert? Meta arbeitet an einem eigenen KI-Trainingschip, um weniger von NVIDIA-GPUs abhängig zu sein
Beta-Phase: Der Chip wurde mit Unterstützung von TSMC produziert – und befindet sich aktuell in einer Testphase mit begrenztem Rollout
Die Details: Meta plant 2025 Investitionen in Höhe von $65 Mrd. in Hardware – ein Großteil davon für den Kauf von NVIDIA-Chips
Von Inferenz zu Training: Bisher setzte Meta eigene Chips nur für das Ausführen von KI-Modellen ein – ein erfolgreicher Trainingschip aber wäre ein bedeutender Schritt Richtung Hardware-Autonomie
Lessons learned: Frühere Chip-Projekte von Meta scheiterten an Performance- und Energiezielen – die neue Generation soll diese Fehler vermeiden und mit High-End-NVIDIA-GPUs wie H200 und B200 mithalten können
RISC-V-Power: Meta setzt auf eine maßgeschneiderte Architektur mit HBM3-Speicher, um Daten effizient zu verarbeiten – ähnlich dem systolischen Array-Design (think: spezialisierte Chip-Architektur für effiziente Matrixberechnungen) moderner KI-Beschleuniger
Warum das wichtig ist: Die KI-Chiplieferkette wird zunehmend zum Bottleneck für Tech-Giganten – Meta würde mit einem eigenen Trainingschip mehr Kontrolle über seine KI-Entwicklung gewinnen
Milliarden-Dollar-Effekt: Sollte Meta auch nur einen Bruchteil seiner NVIDIA-Ausgaben durch eigene Chips ersetzen können, könnte das zu Einsparungen in Milliardenhöhe führen
Neues Chip-Ökosystem? Meta könnte mit seinen internen Chips langfristig eine eigene Infrastruktur aufbauen – und möglicherweise selbst zum Chip-Lieferanten für andere Unternehmen werden
Further Reading: TechCrunch, Reuters, Handelsblatt
ANZEIGE
Big Bets: KI-Agenten für B2B-Kunden – OpenAI in immer direkterer Konkurrenz zu Microsoft

Ab 2026 KI-Agenten-Baukasten? OpenAI nimmt Enterprise-Kunden ins Visier (Foto: IMAGO)
Was ist passiert: OpenAI hat neue Tools zur Entwicklung von KI-Agenten vorgestellt, die auf firmeneigenen KI-Modellen und Frameworks basieren
Zoom in: Ziel der Tools ist es, Unternehmen dabei zu helfen, KI-Systeme zu entwickeln, die selbstständig komplexe Aufgaben erledigen können
Die Details: Die neuen Tools sind Teil der Responses API von OpenAI, die die bisherige Assistants API ersetzt und bis Mitte 2026 eingestellt werden soll
Agenten-Baukasten: Die Assistants API bietet Entwicklern dann Zugriff auf OpenAIs leistungsstärkste Modelle, inklusive Websuche, Dateiscan und automatisierte Computersteuerung
KI mit Maus und Tastatur: Die Computer-Using-Agent (CUA) Technologie erlaubt es KI-Agenten, echte Nutzerinteraktionen nachzuahmen – etwa für Dateneingaben oder das Navigieren durch Software
Mehr als nur Chatbots: Unternehmen können mit der API spezialisierte KI-Tools entwickeln, die über Standard-LLMs hinausgehen und in interne Systeme integriert werden
Open-Source-Push: Neben der API stellt OpenAI mit Agents SDK eine Open-Source-Toolbox bereit, die Entwicklern hilft, KI-Agenten sicher zu orchestrieren, zu debuggen und zu optimieren
Warum das wichtig ist: Weil die Ankündigung zwei Dinge verdeutlich – (1) OpenAI fokussiert sich immer mehr darauf, KI-Produkte zu bauen, da KI-Modelle in Leistungsstärke kaum voneinander zu unterscheiden sein werden (think: die Browser der Zukunft); (2) OpenAI tritt mit der neuen in direkte Konkurrenz mit Frenemy Microsoft, der mit Copilot Unternehmenskunden ähnliche Möglichkeiten bieten will
Agenten-Wettbewerb: OpenAI steht auch im direkten Wettbewerb mit Google (Gemini) sowie spezialisierten Startups wie Glean, die bereits KI-Agenten für Unternehmen entwickeln
Fakten-Upgrade: Die Modelle bieten zudem eine hohe Faktengenauigkeit von 90 % bzw. 88 % im Vergleich zu OpenAIs vorheriger Version 📈
Further Reading: TechCrunch, The Verge
Top Reads
🤝 Google besitzt deutlich mehr an KI-Startup Anthropic, als bisher bekannt war. Insgesamt flossen +$3 Mrd. von Google an Anthropic, was Google 14 % Anteile sicherte. Auch Amazon pumpte bis zu $8 Mrd. in die Firma. Trotz fehlender Stimmrechte stellt sich die Frage: Bleiben KI-Start-ups unabhängig – oder werden sie zu Big-Tech-Erweiterungen? (Deep Dive)
✍️ OpenAI hat laut CEO Sam Altman ein neues KI-Modell trainiert, das "wirklich gut" in kreativem Schreiben ist. Altman teilte auf X eine beeindruckende Kurzgeschichte über KI und Trauer. Unklar bleibt, wann und wie OpenAI das Modell veröffentlichen wird. Aber: Es könnte einen (kleinen) Durchbruch in der KI-Literatur bedeuten. (Deep Dive)
🇸🇬 Salesforce investiert €1 Mrd. in Singapur über die nächsten 5 Jahre, um seine KI-Plattform Agentforce zu fördern. Das Unternehmen will über die Plattform ganze 'digitale Belegschaften' schaffen. Salesforce baut auch seine Partnerschaft mit Singapore Airlines aus, um KI-Lösungen für die Luftfahrt zu entwickeln. Der CRM-Riese verstärkt seinen KI-Fokus und plant, vor Ort +2.000 Mitarbeiter für neue KI-Produkte einzustellen. (Deep Dive)
Headlines
EU: Veröffentlicht 3. Entwurf des KI-Verhaltenskodex für LLM-Hersteller (TC)
Siemens: Investiert nach Altair-Übernahme weitere €10 Mrd. in USA für KI-Software und Werke (CW)
Hugging Face: Erweitert LeRobot mit Trainingsdaten für autonomes Fahren (TC)
KI-Systeme: Erkennen Verschlechterung des Gesundheitszustands oft nicht (AX)
US-Armee: Erhält von Palantir entwickelte, KI-gestützte TITAN-Trucks für präzisere Fernkampffähigkeit (AX)
Dexterity: Sammelt €95 Mio. für KI-gesteuerte Industrieroboter ein (BBG)
Tool Updates
Mistral OCR: Hebt KI-Dokumentenerkennung auf das nächste Level (MIS)
GamingAgent: KI-gesteuerte Gaming-Agenten für PC (GH)
VideoLlama: Erstellt binnen Minuten Videos aus Text (VL)
Cursor AI: Hilft Marketing-Teams, komplette Kampagnen zu automatisieren (LI)
Chaos Coder: Erstellt via KI in Sekunden Website (CC)
Job Board
🔥 Top Job: Das KI-Startup Cohere – wir berichteten im aicrunch – sucht ein:e Country Manager für Deutschland. Mit >$500 Mio. Funding bei $5,5-Mrd.-Bewertung zählt Cohere zu den Top-KI-Startups global. Location: Berlin oder Frankfurt.
📌 Pliant: Revenue Operations Manager, Berlin
📌 Speexx: Chief Financial Officer, Berlin
📌 Partscloud: Chief of Staff, Stuttgart / Berlin
📌 Delivery Hero, Senior Associate M&A, Berlin
📌 Enter: Senior Product Lead, Berlin
📌 Wolt: Product Lead, Berlin, Stockholm oder Helsinki
📌 Economist: Sales Director, New York
📌 Plug & Play: Business Development Intern, München
📌 Notion: Startup Programs EMEA, Remote in Deutschland
What Do You Meme?

CRUNCHING ON
Markets Crunch: Dein kompaktes Börsen-Daily. ➡️ Hier anmelden
Deals Crunch: Tägliche News aus PE, M&A und VC. ➡️ Hier anmelden
Automotive Crunch: Personal-Ticker und Updates aus Deutschlands größter Branche, jeden Montag um 6:00 Uhr. ➡️ Hier anmelden
Immo Crunch: Unternehmen, Projekte, Personalien – Fachwissen für die Immobilien-Branche, jeden Montag um 6:00 Uhr. ➡️ Hier anmelden
Wie fandest du die heutige Ausgabe?Dein Feedback hilft uns, jeden Tag besser zu werden. |
Login oder Abonnieren um an umfragen teilzunehmen. |
✏️ Wurde dir diese E-Mail weitergeleitet? Dann melde dich hier an, um aicrunch werktäglich um 6:00 Uhr in deiner Inbox zu haben.